Ein Quartier im Aufbruch
  • Tiefgarageneinfahrt
  • Büroeingänge
  • Erschließungskerne
  • Innenhof
  • Einzelhandelsfassade

In der Kölner Innenstadt liegen – architektonisch betrachtet – Wohl und Wehe nah beieinander. Mit Dom und Gürzenich, aber auch zeitgenössischen Gebäuden wie dem noblen Kubus des Wallraf-Richartz-Museums von Oswald Mathias Ungers kann sich die Stadt weltweit sehen lassen, mit manchen Nachkriegsbauten und städtebaulichem Stückwerk weniger. Das Stadtquartier zwischen Augustinerstraße, Kleine Sandkaul, Gürzenichstraße und Martinstraße, an städtebaulich äußerst markanter Stelle gelegen, passte bisher in letztere Kategorie. Es bestand bisher aus wenig attraktiver drei- bis fünfgeschossiger Blockrandbebauung aus der Nachkriegszeit. Das wird sich nun ändern. Das neue Gürzenich-Quartier wird sich in die historisch gewachsene Umgebung integrieren und stärkt ein Viertel, das spätestens mit der Vollendung der neuen Nord-Süd-Stadtbahn wieder an seine traditionelle Bedeutung anknüpfen wird.

Das Projekt im Überblick

Auf einem Areal von 2.500 Quadratmetern entsteht ein hochwertiges neues Stadtquartier. Für die „notwendige Erneuerung des Areals“, wie es Kölns ehemaliger Baudezernent Bernd Streitberger formulierte, sorgt die Entwicklungsgesellschaft Gürzenich-Quartier. Dazu veranstaltete sie einen bundesweiten Architektenwettbewerb, den das Kölner Architektur- und Planungsbüro ASTOC gewann. Der Entwurf zeichnet sich durch eine große gestalterische Differenzierung aus und reagiert damit auf die unterschiedlichen Dimensionen der Gebäude in der Nachbarschaft. Zugleich schafft er es, einen einheitlichen Gesamteindruck zu hinterlassen. Ihm gelingt die Balance zwischen einer angemessenen Architektursprache, Nutzungsflexibilität, guter Grund­stücks­ausnutzung und Aspekten der Nachhaltigkeit.

Eckdaten